BÜHNE

 

Fr 27.11. | 19 Uhr | VHS Tempelhof-Schöneberg, Raum 301

Interkulturelles Erzähltheater

Ein Fenster zur Welt –
A Window to the World – Dünya'ya Açılan Bir Pencere

An diesem Abend öffnen wir das Fenster und lehnen uns weit hinaus – in die Welt der Schelme und Trickster. Wir begegnen dem unvergesslichen Nasreddin Hodscha und seinem arabischen Kollegen Dschuha; Baba Jaga saust unheildrohend auf ihrem Mörser vorbei, eine kluge Köchin verschafft sich einen Festschmaus, eine Braut lebt nur von Luft und der Fuchs jagt von Hinz zu Kunz seinem Schwanz hinterher.

Fünf Erzähler_innen erwecken in gemeinsamer Erzählweise in unterschiedlichen Sprachen ihre Geschichten zum Leben. Sie erzählen sie fortlaufend und ohne sie einander zu übersetzen. Die Zuhörer_innen verstehen aufgrund der Anschlüsse und Verknüpfungen, der Wiederholungen und vor allem des mimischen und gestischen Spiels. So entsteht eine einzigartige Vielfalt der Stimmen: Das Fremde wird sinnlich erfahrbar über den Klang, das Timbre, den Rhythmus der Sprachen. Untermalt, unterstützt und umrahmt von Hamid Saneiy (Percussion) und Frank Zimmermann (Cello).

Es erzählen:
İlhan Emirli (Türkisch-Deutsch) Stella Konstantinou (Griechisch-Deutsch) Suse Weisse (Deutsch-Englisch-Spanisch)

Eine Veranstaltung der VHS Tempelhof-Schöneberg.

 

So 06.12. | 16 Uhr | Interkulturelles Haus

Der Garten von meinem Opa

Die Türkei war bis vor einhundert Jahren ein Gebiet, auf dem viele alte Kulturen zusammenlebten. Seitdem verarmte allmählich dieser kulturelle Reichtum und gemäß den offiziellen türkischen Geschichtsbüchern meint man nun, dass es in der Türkei nur eine Leitkultur gebe. In unserem Dokumentar-Theaterstück tragen die Teilnehmerinnen dazu bei, die verschüttete Geschichte der Türkei auszugraben, indem sie ihre eigenen Biographien entdecken – und uns mit Hilfe des Publikums ein neues und realitätsnahes Panorama der vielfältigen Kulturen in der Türkei zeigen.

Ein Dokumentartheaterstück über/mit fünf Frauen, 50 Minuten Leitung: Hülya Karcı.

http://hulyakarci.com/kibele-frauentheatergruppe

Eine Veranstaltung des Interkulturellen Hauses.

 

Fr 11.12. | 20 Uhr | Theater Russische Bühne

„Die Verspiegelte“

nach Valery Brüsov

Darstellung: Xenia Kochler
Regie: Inna Sokolova-Gordon
Nach der Erzählung „Im Spiegel” aus dem „Archiv eines Psychiaters” von Valery Brüsov.

Von Kindheit an ist die Protagonistin fasziniert von Spiegeln und der geheimnisvollen Welt, die sich hinter Spiegeln verbirgt. Einst kauft sie sich auf einer Auktion einen großen Spiegel. Doch schon bald wird ihr klar, dass das Spiegelbild sie zu hypnotisieren versucht und ihres Geistes Herr werden will.

Die künstlerische Leiterin der Russischen Bühne, Inna Sokolova-Gordon, schloss 1986 ihr Regiestudium an der Moskauer Staatsuniversität der Kunst und Kultur ab. Neben ihrer Tätigkeit an verschiedenen Moskauer Theatern begann sie bald, an ihrer alten Ausbildungsstätte zu unterrichten. Für die Arbeit der Russischen Bühne ist ihr in der russischen Tradition wurzelndes poetisches Theaterverständnis prägend. Dies kommt in einer anspruchsvollen Textauswahl zum Ausdruck, in einem respektvollen Umgang mit Texten, einem poetischen Herangehen, das die Phantasie anregen möchte und gegen ästhetische Beliebigkeit Stellung bezieht.

Xenia Kochler wurde in der kleinen sibirischen Stadt Surgut geboren und lebt seit ihrem 13. Lebensjahr in Deutschland. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Berliner INAC Theaterakademie. Sie ist seit 2012 führende Schauspielerin der Russischen Bühne, wo sie in russischer und in deutscher Sprache spielt.

Anmeldung erforderlich bis zum 09.12. unter: I.Gordon@gmx.de.

Eine Veranstaltung des Theaters Russische Bühne.