Sa, 19.11.11 | 18 Uhr | Urania Berlin e.V.
mit Hatice Akyün, Mely Kiyak, Neco Çelik und Naika Foroutan
Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden. Dreißig profilierte Autorinnen und Autoren schreiben im „Manifest der Vielen” über ihr Leben in Deutschland, über Heimat und Identität, über ihr Muslim- oder Nicht Muslim-Sein anlässlich der „Sarrazin-Debatte”. Begriffe wie Migrant, Moslem, Deutscher, Fremder lösen sich dabei immer mehr auf, in den Vordergrund treten kritische Analysen und persönliche Geschichten. Ergebnis ist eine Vielfalt der Stimmen für „das Eigenrecht gelebten Lebens”.
Sa, 19.11.11 | 19 Uhr | Rathaus Schöneberg
Die Geschichtenerzählerin Birgit Hägele führt hinauf in den Glockenturm zur von den USA gestifteten Freiheitsglocke und erzählt Märchen der Afroamerikaner: Vom Protest gegen die Sklaverei, von schwarzen Märchenhelden und von der Sehnsucht nach dem gleichen Recht auf Freiheit für alle.
Lauschen Sie den Negro Spirituals, die den Freiheitskampf der Schwarzen unterstützten.
Treffpunkt: Rathaus-Foyer
In Zusammenarbeit mit der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg
Mi, 23.11.11 | 19 Uhr | Mittelpunktbibliothek Schöneberg
Die streitbare Berliner Rechtsanwältin und Autorin liest aus ihren Büchern „Der Multikulti-Irrtum: wie wir in Deutschland besser zusammenleben können” (2007) und „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution” (2009).
In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg
So, 27.11.11 | 18 Uhr | DIE WEISSE ROSE
Der Beitrag von Muslimen zur Kultur und Identität Europas
Lesung und Gespräch mit Yasmin Alibhai-Brown, Jamal Mahjoub (englisch) und den Angry Birds (deutsch)
Moderation: Mutlu Ergün
Autorinnen und Autoren aus Großbritannien und Deutschland erörtern die muslimisch-europäische Interaktion aus der Perspektive zeitgenössischer Literatur. Yasmin Alibhai-Brown kam 1972 aus Uganda nach Großbritannien. Sie hat mit ihren Büchern wesentlich zur Multikulturalismusdebatte beigetragen. Jamal Mahjoub verbrachte seine frühe Kindheit im Sudan. Sein jüngster Roman „Nubian Indigo” erzählt die Geschichte der Überschwemmung des Niltals und die Errichtung des Assuan-Staudamms.
Marianna Salzmann und Deniz Utlu sind die Angry Birds. Sie wuchs in Moskau auf und begann 2008 ihr Studium des Szenischen Schreibens an der UdK in Berlin. 2011 wurde ihr Stück „Satt” am Bayerischen Staatstheater aufgeführt. Er lebt als freier Autor in Berlin. Sein erstes Theaterstück „Tod eines Superhelden”, das er zusammen mit Marianna Salzmann geschrieben hat, wurde in diesem Jahr im Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt.
In Zusammenarbeit mit dem British Council und der Integrationsbeauftragten des Bezirks.
Do, 01.11.11 | 20 Uhr | Literarische Buchhandlung „Der Zauberberg”
Lesung in französischer und deutscher Sprache
Die Autorin lebt seit 2007 mit ihrer Familie in Berlin. „Y penser sans cesse – Unablässig daran denken” ist ihr erster Text über die Stadt – eine Mischung aus Prosagedicht und Rezitativ für eine weibliche Stimme. Er kreist um die Themen Gedächtnis, verlegte Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und Fremdheitserfahrungen.
In Zusammenarbeit mit dem Kunstamt Tempelhof-Schöneberg
und der Literarischen Buchhandlung „Der Zauberberg”
Voranmeldung unbedingt erforderlich, Telefon 030- 56 73 90 91
Unkostenbeitrag 5 €, ermäßigt 3 €, Getränke frei
Sa, 03.12.11 | 19 Uhr | Interkulturelles Haus
Literarisch-musikalischer Abend in deutscher, polnischer und spanischer Sprache
Sonja Daemen, die mehr als die Hälfte ihres Lebens an der deutsch-polnischen Grenze beheimatet war, liest aus ihrem Lyrikband „Irrsinn Aktenlage” sowie aus dem noch unveröffentlichten Kurzprosazyklus „Im Grenzland”. Dazu gibt es spanische Tapas, Berliner Bouletten und polnische Piroggen sowie die passenden Getränke. Die musikalische Begleitung übernimmt Artur Papa, der aus Albanien stammt und zwanzig Jahre in Griechenland gelebt hat. Er wird Stücke des Barockkomponisten Ferdinando Carulli auf der Konzertgitarre spielen. Maria Lewandowski, die aus Polen stammt und seit vielen Jahren in Berlin lebt, liest die polnischsprachigen Texte. Die Gedichte in Spanisch liest José Luis Terán Gutiérrez.
Mi, 07.12.11 | 18 Uhr | Robert-Blum-Gymnasium
Muslimische Frauen sind unterdrückt, zwangsverheiratet und zwangsverhüllt. Diese Klischees begegnen uns ständig und prägen unser Bild. Die Autorin, Tochter marokkanischer Einwanderer, Herausgeberin des multikulturellen Frauenmagazins Gazelle und Teilnehmerin an der Islamkonferenz, gewährt mit ihrem Buch Einblicke in die vielfältige Lebensrealität junger muslimischer Frauen. Sie sind selbstbewusst, frech und lebensfroh.
Do, 08.12.11 | 17 bis18:30 Uhr | Stadtteilbibliothek Schöneberg-Nord
in der Gertrud-Kolmar-Bibliothek (Interkulturelle Bibliothek)
Kinder, Eltern und Großeltern erwarten interaktive Spielstationen. Es sind alle herzlich zu einem spielerischen und unterhaltsamen Nachmittag rund um Bücher und Sprache eingeladen.